Viszontlátásra und Dobro došli

Ich wache früh auf. Vielleicht ist es das Konzert der Grillen und der Hunde rund herum, vielleicht ist es das Reisefieber, vielleicht auch nur die Hitze. Also frühstücke ich in aller Ruhe, döse noch ein bisschen und fahre dann zurück nach Baja, von wo aus es auf dem Damm und auf Nebenstraßen weitergeht. Bis der Weg irgendwann mal wieder aufhört – man kennt es ja schon – und ich wieder einen ziemlichen Umweg fahren muss.

Es ist ziemlich heiß, aber wenigstens gibt es quasi keinen Verkehr. Auf den nächsten zehn Kilometern begegne ich exakt einem Auto, einem Traktor und einem Radfahrer. Bei letzterem handelt es sich um Jason, den blonden Rastamann aus London, der von dort schon einen ganzen Monat unterwegs ist und es noch bis nach Istanbul machen will. Kein schlechter Plan, und da er sowieso ein cooler Kerl ist, schließen wir uns erst mal zusammen. Ohnehin müssen wir erst auf die Fähre nach Mohács warten, wo wir dann in einer Bäckerei versuchen, zumindest unser ungarisches Kleingeld loszuwerden. Klappt ganz gut.

Dann weiter auf der Schnellstraße zur Grenze, der ersten „richtigen“ auf meinem Weg. Bisher waren die Grenzen eher nur Schilder am Feldweg, nun verlasse ich endgültig den Schengen-Raum und muss tatsächlich das erste Mal meinen Pass zeigen.

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Auf Wiedersehen Ungarn, du merkwürdiges Land, bei dem ich mir immer noch nicht so ganz sicher bin, ob ich einen Zugang gefunden habe. Meine Begegnungen waren alle sehr nett, die Landschaft ist schön, die Städte sowieso, und Budapest und Györ besonders. Aber die Mentalität habe ich manchmal nicht so ganz verstanden, von der Sprache mal ganz zu schweigen. Wahrscheinlich werde ich irgendwann mal wieder hier her kommen, es ist ja wirklich ein gutes Reiseland. Aber so ganz wusste ich nicht immer, woran ich hier bin. Das erste Wort im Titel dieses Eintrags ist übrigens das ungarische „auf Wiedersehen“, wer möchte kann ja mal versuchen, es sich zu merken. Selbst die Ungarn kürzen das Ungetüm meistens zu „Viszlát“ ab.

Ganz anders Kroatien. Das Land ist mir auf Anhieb sympathisch, und Jason geht es ebenso. Auch die Sprache geht mir bald recht leicht von der Hand, das Üben gestern im Schlafsack hat sich wohl ausgezahlt. Erst geht es durch kleine Dörfer und Weinberge, dann einen fiesen Hügel hinauf, und von oben hat man einen großartigen Panoramablick über die Donau, die hier schon die Grenze nach Serbien bildet. Wir können also schon mal ins nächste Reiseland hinüber winken.

Dann geht es wieder herab ins Donautal. Von Batina, der Stadt am Fuße des Berges, hatten wir erwartet, dass sie pulsierend und modern sein würde. Wir würden bestimmt einen Geldautomaten finden, um endlich am kroatische Kuna zu kommen, außerdem ein Café und einen WLAN-Hotspot. Aber was ist das? Statt durch ein beschauliches Städtchen radeln wir durch eine Art Geisterstadt. Kein Mensch auf der Straße, die meisten Gebäude verfallen. Ist daran die nahe Grenze zu Serbien schuld, der Krieg oder die Abwanderung aus wirtschaftlichen Gründen? Wir spekulierten, während wir über die leere Hauptstraße fahren. Immerhin ein kleines Geschäft gibt es, und die Verkäuferin kann uns tatsächlich doch ein paar Kunas geben. Dankbar kaufen wir ein, und weil sie nun kaum noch Wechselgeld hat, muss ich noch ein paar Nudeln und einen Pudding mehr nehmen als geplant, damit sie mir herausgeben kann.

Jason hat ein Ritual, das „three-o-clock-beer“, das wir nun zusammen am Ufer der Donau mit Blick auf Serbien trinken. Eine gute Sache, zumal es wieder an die vierzig Grad sind und man ohnehin alle Flüssigkeit, die man zu sich nimmt, gleich wieder ausschwitzt. Weiter geht es über Nebenstraßen, zwischendurch legen wir noch eine kurze Rast in einem Sonnenblumenfeld ein (Jason: „that was probably the best pee in my life“), und irgendwann taucht zwischen Fischteichen und Weinbergen das Örtchen Bilje auf, das wir für unser Nachtlager erkoren haben, weil es von hier nur noch ein paar Kilometer bis in die regionale Hauptstadt Osijek sind. Erst mal tun wir, was man eben so erwartet, wenn ein Brite und ein Deutscher sich begegnen: wir suchen die nächstgelegene Kneipe auf, testen das kroatische Bier und unterhalten uns über das Reisen an sich und unsere weiteren Reisepläne, über englisches Bier und deutsche Bundesländer, bevor wir anfangen, die politische Situation unserer Heimatländer sowie aller Staaten, die wir passiert haben und noch passieren werden, zu diskutieren. Politikstudenten unter sich, mal wieder.

Doch irgendwann ist es dunkel genug, dass wir uns in den angrenzenden Park zurückziehen können, wo hinter einem verfallenden Herrenhaus unser Schlafplatz sein soll. Obwohl wir recht abgekämpft sind von Strecke und Hitze, zwingen wir uns noch, zu kochen, und dann liegen wir einfach nur rücklings im Gras, reden weniger und weniger und lassen nur noch die Sternschnuppen am uns vorbei ziehen.

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Auf der Straße nach Palánk

Ich werde wach. Liege neben meinem Schlafsack und brauche ein paar Minuten, bis ich mich erinnere, wo ich bin, was ich hier mache und warum mein Bett nicht da ist.

Es ist sehr schwül, das Gewitter gestern Abend hat die Lage eher noch verschärft. Naiv, wie ich bin, öffne ich den Zelteingang. Welch ein Fehler! Draußen lauert nämlich das Überfall-Kommando, eine Hundertschaft Mücken aller Größen und Farben, bis auf die Zähne bewaffnet und gierig nach Blut. Meinem Blut.

Im Nu ist das Zelt gestürmt. Ich kann nichts dagegen ausrichten, dafür geht die Bande zu professionell vor, und auch das Mückenspray hilft hier nicht mehr. Mir bleibt nur der Rückzug. Hatte ich gestern mein Zelt schon in Rekordzeit aufgebaut, baue ich es nun in einem weiteren Rekordversuch wieder ab, und nichts wie weg hier.

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Ich leiste mir einen kleinen Umweg über Kalocsa, eine alte Bischofsstadt und so etwas wie die Welthauptstadt des Gewürzpaprika. Ich interessiere mich aber vor allem auch für das Angebot an Backwaren, denn ich bin gerade eher schwach unterwegs. Ob es an dem fehlenden Frühstück oder dem starken Blutverlust liegt, weiß ich aber nicht. Eine Kakaoschnecke und einen Krapfen später kann es mit egal sein, und im Aldi finde ich sogar meinen vegetarischen Brotaufstrich. Alles super, so gestärkt kann ich mich aufmachen zur Fähre, die mich auf die andere Seite Richtung Tolna und Szekszárd bringen soll. Es dauert noch ein wenig, bis die kommt, aber auch diese Zeit kann ich wieder zum essen nutzen. Heute bin ich wohl unersättlich.

Einmal zwischendurch fällt mit auf, dass mein Gepäck so viel Spiel hat. Ich habe offenbar eine Schraube verloren. Zum Glück habe ich Ersatz dabei. Aber auf einer ungarischen Landstraße mein Fahrrad reparieren zu müssen, gehört zu den Erfahrungen, mit denen ich zwar gerechnet hatte, auf die ich aber dennoch nicht gerade wild bin.

Auf der weiteren Fahrt durch die Dörfer, nun auf der anderen Seite der Donau, fällt mir wieder mal auf, dass das Repertoire an Straßennamen hier eher kleiner ist. Neben der Fö ut, der Hauptstraße, hat jedes Dorf noch eine Petöfi utca, eine Mátyás király utca, eine Bėke utca und so weiter. Das mag wieder dem starken Geschichtsbewusstsein der Ungarn geschuldet sein, hilft mir aber auch bei der Orientierung.

À propos Orientierung, wie muss ich denn jetzt weiter? Auf meiner Karte (Stand Mai 2013, angeblich) sind nur zwei Feldwege eingezeichnet, aber die fleißigen Ungarn haben offenbar über Nacht hier zwei Autobahnen, drei Schnellstraßen und diverse Kreisel und Zubringer errichtet. Warnweste an, und dann versuche ich mich zu orientieren und beim Weiterfahren die blauen Autobahn-Schilder zu meiden. Gar nicht so leicht, außerdem will ich weder nach Budapest noch nach Szėkesfehėrvár noch nach Baja, sondern nach Szekszárd, und das möglichst nicht über die Autobahn. Die einzige Straße, die mir passend erscheint, führt nach Palánk. Moment, wohin? Auf meiner Karte gibt es keinen Ort diesen Namens. Auch auf der anderen Karte ist Palánk nicht eingetragen. Aber egal, wird schon stimmen. An der nächsten Abzweigung das gleiche Spiel, im Kreisel auch. Immer überlege ich lange, stelle fest, dass mir keine Karte helfen kann, und fahre Richtung Palánk.

Ich muss ja auch eigentlich nur irgendwie im Korridor zwischen Schnellstraße 6 und Eisenbahnstrecke bleiben, dann komme ich schon nach Szekszárd. Oder auch nach Palánk.

Ob ich jemals durch Palánk gefahren bin, weiß ich leider nicht. Eigentlich lag kein Ort an meiner Strecke, aber irgendwann ist Palánk in die Richtung ausgeschildert, aus der ich komme.

Szekszárd ist aber auch nicht schlecht. Komitatssitz, klassizistischer Hauptplatz, Weingegend, außerdem Sitz des einzigen deutschen Theaters in Ungarn. Hübsches Städtchen, in dem ich mehr Zeit verbringe, als vorgesehen. Als ich wieder aus det Stadt heraus fahre, ändert sich sich endlich das Wetter. Den ganzen Tag über hatte es eine geschlossene Wolkendecke gehabt, dazu mit ungewöhnlich kalte 29 Grad. Jetzt reißt die Bewölkung auf, die Sonne knallt wieder. Ich will ein Eis. Praktischerweise gibt es wenige Kilometer weiter welches, ich nehme Toffee und Maronenpüree, hmjam, und stelle dann fest, dass der Eisverkäufer Österreicher und sein einziger Gast und Gesprächspartner aus dem Badischen ist. Sehr angenehm, wieder ein wenig deutsch zu sprechen, denn wenn mich jemand auf ungarisch anspricht, verstehe ich ja nicht mal den gröbsten Inhalt des Gesprächs, das mir gehalten wird. Will er mich grüßen, mich berauben, mich nach der nächsten Post fragen oder mich mit seiner Tochter verheiraten? Meistens errate ich das nicht.

Irgendwann endet der Weg, den ich nehmen wollte, an einer verschlossenen Schranke. Mal wieder typisch für das schlechte Zusammenspiel von oft falscher Karte und fehlender Beschilderung. Leider ist auch hier nichts ausgeschildert, nicht einmal Palánk, und so nehme ich einen gewissen Umweg in Kauf, überquere doch noch einmal die Donau und finde dafür auf der anderen Seite einen 1a-Radweg, geteert auf dem Damm, schattig, am Rande des Nationalparks, autofrei, mithin perfekt. Beinahe ein Fahrrad-Highway, und so lege ich dann doch noch einige Kilometer zurück. In Baja, auch wieder so ein unerwartet hübsches Städtchen, finde ich dann endlich auch wieder WLAN, und kurz dahinter eine sehr nette Wiese, auf der ich mein Zelt aufschlage und leckere Bohnen in Tomatensoße esse. Palánk habe ich noch nicht gefunden. Aber es ist wie so oft auf dieser Reise und vermutlich auch auf der anderen, der großen Reise: man will irgendwo hin, aber findet nicht den direkten Weg. Also macht man sich auf die erstbeste Straße nach Palánk, ohne zu wissen, wo das ist und was einen erwartet – und wo man am Ende herauskommt, ist weder das eigentliche Ziel, noch Palánk, aber schön ist es trotzdem.

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Mit diesen Gedanken krieche ich in den Schlafsack, lerne noch ein wenig Serbokroatisch, und freue mich, denn morgen geht es wohl schon wieder über die Grenze…

Pest und Colabier

„Jó napot kívánok“ ruft es heute morgen außerhalb des Zeltes. Der Sonnenblumenbauer ist doch noch bekommen, um halb sieben in der Frühe. Er spricht aber wohl kein Arabisch, auch kein Englisch, und von seinem Ungarisch verstehe ich nicht viel mehr als „nem kemping“ – aber das wusste ich ja auch vorher schon. Er scheint aber eher belustigt als verärgert, ruft sogar noch seine Frau aus dem Auto, damit sie den schlaftrunkenen Radfahrer bestaunen kann, und wünscht mir noch eine schöne Tour.
Jetzt bin ich ja sowieso wach, also packe ich zusammen, betrachte noch die Sonne über dem Sonnenblumenfeld, die auch so früh schon ganz schön sticht, frühstücke die letzten slowakischen Aprikosen (yeah, eine ganze Tüte voll in nur eineinhalb Tagen!) und mache mich auf den Weg.
Es geht über die Felder der Szentendrei Sziget, dann über die Brücke und schließlich an der ungemütlichen Hauptstraße entlang nach Szentendre, wo ich als zweites Frühstück einen Kaffee und ein Blaubeermuffin auftreibe. Beides zusammen 400 Forint, also eins dreißig, ich bin immer wieder erstaunt, wie billig hier gerade die Backwaren sind.
Szentendre ist schön, kann man gar nicht anders sagen. Ich weiß zwar nicht, wer irgendwann mal der Meinung war, eine schöne Stadt müsse unbedingt mit Kopfsteinpflaster ausgestattet sein, aber auch das Gehoppel durch die Gassen, bergauf begab, die hohe Dichte an Souvenirläden und die nervigen Reisegruppen können den Charme der Stadt nicht brechen. Glück gehabt.
Mit dem Ungarischen komme ich auch immer besser klar. Also nicht, dass ich einen korrekten Satz zustande brächte, aber statt einem Buch mit sieben Siegeln ist es vielleicht nur noch eines mit fünf. Oder sechs. Jedenfalls kann ich ab und zu die Aufschriften entziffern oder mal etwas Gesprochenes verstehen, immer wieder ein Erfolgserlebnis.
Auf nach Budapest, nur noch zwanzig Kilometer bis in die Hauptstadt. Der Verkehr nimmt merklich zu, der Radweg ist mal direkt am Ufer und gut ausgebaut, mal an Hauptstraßen entlang und plötzlich weg. Aber etwas Angstschweiß später stehe ich doch vor der Árpád-Brücke und suche gemeinsam mit zwei Italienern die Fahrrad-Rampe. Auch das ist gar nicht so einfach, aber schließlich schaffe ich es sich auf die Margit Sziget, die Margareteninsel mitten in der Donau, die im Herzen der Stadt liegt und ein einziger großer Park ist – beinahe wie der Prater in Wien.
Erst mal Mittagessen, etwas in der Sonne herumliegen und faulenzen – „lopja a napot“ nennt man das auf Ungarisch, frei übersetzt „dem lieben Gott den Tag stehlen“. Ich brutzle also in der heißen ungarischen Mittagssonne (man lernt ja nicht aus seinen Fehlern, jedenfalls nicht in Sommer- und Reisestimmung), schau mir schon mal die nächsten Kartenblätter an (bin nun schon einen ganzen Reiseführer abgefahren, 27 angebliche „Tagestouren“ in einer guten Woche), und immer wieder zwischendurch pauke ich ein paar ungarische Vokabeln oder schließe einfach mal die Augen und lasse mich von der Budapester Sommersonne auf kleiner Flamme gar kochen.
Aber ganzen Tag muss das ja auch wieder nicht, nicht nur wegen der Sonnenbrandgefahr, vor allem bin ich ja eigentlich im Herzen einer Metropole, von der man freilich hier im Park nichts bemerkt. Ich schau mir hier im Park noch die Wasserspiele und die Ruine der Franziskanerkirche an, dann erklimme ich die Brücke und – Zack! – ist sie wieder da, die Metropole. Ein Panoptikum öffnet sich, rechts Pest mit dem markanten Parlamentsgebäude, links Buda mit dem Burgberg. In der Mitte die breite Donau mit ihren Brücken und Schiffen. Ringsum brodelt die Stadt, Straßenbahnen läuten, Verkehr von Autos, Bussen, Fahrrädern und Fußgängern.

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Erst mal fahre ich das Budaer Ufer entlang und lasse die Stadt ein wenig auf mich wirken, dann erklimme ich schnaufend den Burgberg. Alles was ich schon mal über Kopfsteinpflaster gesagt hatte, gilt auch hier.
Oben findet sich nicht nur einfach eine Burg, sondern eine kleine Stadt über der großen. Es fahren Busse, es gibt Kirchen, Hotels, Läden und Massen von Touristen, außerdem den Präsidentenpalast, Botschaften, Befestigungsanlagen und allerlei alte und auf alt getrimmte Teile der Burganlage. Allein dieses Areal ist schon fast so groß wie die Altstadt von Bratislava im Ganzen war.
Was die Ungarn aber nun nicht so gerne hören werden: stilistisch changiert das ganze zwischen k.u.k. Protz und möchtegern-magyarischem Historismus, und man bedient sich gerne anderswo, es gibt Fiaker und Cevapcici und „nessun‘ dorma“. Soviel zur ungarischen Hochkultur, die von den Nachbarn immer kopiert würde, was? Ist ja auch egal, der Blick über die Stadt ist jedenfalls gigantisch. Und den japanischen Kreuzfahrtgruppen wird es auch egal sein.
Als ich gerade auf der Suche nach guten Fotomotiven bin und einen hübschen rot-grünen Briefkasten vor die Linse nehme, dreht sich hinter mir ein dicklicher Tourist zu seiner Frau um. „Siehste, det is ’ne jute Idee, so watt müsst‘ man ma‘ mehr fotografiern“, und knipst umgehend das gleiche Motiv. Der Fluch der deutschen Staatsbürgerschaft: nirgends ist man vor Landsleuten sicher…
Halsbrecherische Fahrt wieder hinab zum Fluss, dann über die berühmte Kettenbrücke in die andere Stadthälfte, Pest. Jaja, wie die Krankheit mit den Ratten. Aber gesprochen „päscht“.
Hier finde ich endlich Wifi und kümmere mich um meine Schlafgelegenheit. Zsuzsi hat leider in letzter Sekunde abgesagt, Brandon meldet sich nicht, von Pėter hör ich auch nix mehr. Also vier Alternativen: nachts im Park verhaftet werden. Irgendwo außerhalb einen Campingplatz suchen. Weiterfahren in die ungarische Provinz. Alles nicht so verlockend, erst recht nicht im Vergleich zur vierten Möglichkeit: ich gönne mir mal ein Hostel, nah am Zentrum mit Bett und Dusche, und nähere mich mal wieder der Zivilisation. Also residiere ich nun im Broadway Hostel in Pest, von wo aus ich noch prima einen abendlichen Spaziergang starten kann.
In Wien hatte ich es leider versäumt, mich um ein Stück Sachertorte oder ähnliches zu kümmern (und aus Wiener Schnitzel mache ich mir ja bekanntlich nichts). Macht auch nix. Aber aus Ungarn abreisen, ohne ein Lángos gegessen zu haben? Undenkbar. Schließlich bin ich ja schon der größte Fan des Lángos-Manns, der in der Weihnachtszeit auf dem Trierer Domfreihof steht. Ein Lángos wird also an der nahen Metrostation mein Abendessen. Fettig ohne Ende, aber mit Knoblauch und Sauerrahm ein Traum, und um Kalorien brauche ich mir im Moment sicherlich keine Sorgen zu machen, ich bin ja gerade mitten in der unfreiwilligen Brigitte-Osteuropa-Diät und habe bestimmt schon ein paar Kilo zwischen Passau und Budapest gelassen.
Als ich mit meinem Lángos an die Donau komme, funkelt sie noch immer. Nun aber nicht mehr wegen der Sonne, sondern weil die Stadt erleuchtet ist. Auf der anderen Seite prangt Buda wie eine ganze schimmernde Galaxie, auch die Brücken, die Schiffe, die Kirchen und Paläste, sie leuchten. Ich komme gar nicht mehr heraus aus dem Fotos schießen. Vor allem das Parlament ist im angeleuchteten Zustand noch viel dominanter als tagsüber. Dagegen wirkt der Kollege in Westminster fast minimalistisch – und der Bundestag wie eine schmucklose Fertigteil-Garage. Sicherlich ein bisschen too much, aber auf seine Weise schon beeindruckend.
Der Lángos liegt mir noch immer schwer im Magen, wer zu Sodbrennen neigt, sollte so etwas auch nicht zu oft essen. Ich bekomme Lust auf ein Colabier. Aber im Nonstop-Supermarkt muss ich feststellen, dass Alkohol nur bis 22 Uhr verkauft werden darf. Ich trinke zur Überbrückung einen unfassbar intensiv schmeckenden Eistee (nur natürliche Aromen? Wer’s glaubt!) und laufe den letzten Schlenker, wieder herüber nach Pest, in die Gegend, in der mein Hostel liegt. Die Kneipe auf der Ecke heißt „Sandokan Lisboa“, kein typisch ungarischer Name, aber hier bekomme ich dann doch noch das ersehnte Colabier.
Nem probléma. Alles super. Nur das ungarische Wort für Prost kann ich mir nicht merken. Egészségedre! Wer denkt sich nur sowas aus?

Das größte Knie der Welt

So richtig gut einschlafen konnte ich gestern abend nicht. Das lag einerseits an meinen geröteten Oberschenkeln, andererseits an det nahen Party. Irgendwo im Nachbardorf feiert nämlich jemand groß, es gab schon Feuerwerk, und zu später Stunde wird die Musik lauter und lauter. Während aus dem anderen Zelt schon Schnarchen dringt, hindert mich der Gangnam Style doch sehr daran.
Als ich erwache, ist das Pärchen schon aufbruchsbereit. Das macht aber nichts, sie wollen schließlich in Richtung Wien weiter, während ich mich erst mal mit ein Paar Aprikosen für die vorerst letzte Etappe ostwärts stärke. Meine ungarischen Einkaufsfähigkeiten hatte ich wohl doch überschätzt, das Müsli entpuppt sich jedenfalls als geschmacks- und gehaltlose Pappe aus Puffreis und Flakes. was ich auf der Schachtel im Geschäft für Trauben gehalten hatte, sollen wohl Erdnüsse sein. Aber egal, ich habe ja noch Aprikosen.
Über den Dammweg geht es weiter am Fluss entlang. Drüben auf der ungarischen Seite Berge und Industrie, hier ein idyllisches Fahren durch die Auen. Bei der Wahl des Weges habe ich offenbar ins Schwarze getroffen.
Oder auch ins Grüne, je nachdem. Radfahrer begegnen mir fast keine mehr, nur ab und zu sieht man mal einen Menschen, meist unten am Donaustrand. In Kravany lege ich die nächste Aprikosenpause ein, unter dem Kastanienbaum auf dem hübschen kleinen Dorfplatz mit Backofen, auf dem schon Stände für ein Fest aufgebaut sind. Nebenan in der kleinen Dorfkirche geht gerade der Gottesdienst los, es ist ja Sonntag morgen in der katholischen Slowakei. Ich halte kurz die Nase rein, die Kirche ist randvoll, aber bis auf ein gelegentliches „allelujah“ verstehe ich natürlich nichts, und das Vaterunser auf Slowakisch klingt auch eher abschreckend.
Dann schon lieber den Damm entlang durch eine Landschaft, die ich bei mir schnell die slowakische Toskana nenne. Sollte man dem hiesigen Tourismusamt vielleicht mal vorschlagen. Felder, Hügel, Baumreihen, das Wetter passt auch, nur das Öl wird hier offensichtlich nicht aus Oliven gewonnen, so viele Felder mit Sonnenblumen, wie es hier gibt. Heuschrecken auch nicht zu knapp, aber die fallen nur dann negativ auf, wenn sie gelegentlich auf meine sonnenverbrannten Oberschenkel einschlagen.
Šturovo ist dann endgültig meine letzte slowakische Stadt, ein nettes Nest, aber auch nicht sonderlich sehenswert, bis auf den Ausblick auf die berühmte Basilika von Esztergom am andren Ufer. Bevor ich aber wieder die Grenze nach Ungarn passiere, muss ich mir an einer Tankstelle noch schnell einen Liter eiskalte Kofola kaufen – das ist die super leckere tschechoslowakische Ersatzcola, die ich noch aus Prag kenne, in Bratislava wiederentdeckt habe und nun vermutlich wieder für eine Zeit lang das letzte Mal genießen kann.
Denn nun geht es wieder über die Donau, und damit nach Ungarn zurück. So glänzend ich hier als Grenzgänger unterwegs bin, sieht es bei der einheimischen Bevölkerung aber offenbar nicht aus. Ungarn und Slowaken igeln sich ein und wahren Distanz. Man spricht kaum die Sprache des Nachbarn, auch die in der Slowakei radelnden Ungarn erwidern meinen slowakischen Gruß alle auf ungarisch. Die historisch stark verwurzelten Ungarn machen sich über die geschichtslose Slowakei lustig, diese verweigert dagegen ihrer ungarischen Minderheit die doppelte Staatsbürgerschaft und ähnliche Sperenzchen. Die Kriege, der Kommunismus und vor allem das ungarische Nationalgespenst Trianon scheinen noch sehr präsent zu sein. Hoffentlich ändert sich das allmählich mit EU, Schengen-Grenze und auch mit der neuen Brücke zwischen Šturovo und Esztergom, schließlich sind beide Länder eigentlich wunderschön und von sehr herzlichen Menschen bevölkert, wie ich es erlebt habe. Möglicherweise wächst dann hier bald doch wieder zusammen, was zusammen gehört.
Esztergom erschien vom anderen Ufer aus majestätisch mit seinem Burgberg und der darauf aufragenden Basilika, aber eigentlich wirkt Ungarns alte Königsstadt von nahem eher possierlich. Wie eine herausgeputzte Provinzstadt, die endlich auch einmal in der ersten Liga spielen möchte. Deshalb verlegen sich die Kaffeehäuser auf Touristenfängerei, der gigantistische Dom aus dem 19. Jahrhundert ist auf traditionell getrimmt, und die größtenteils rekonstruierte Königsburg wirkt, als hätte jemand verzweifelt versucht, aus Obi-Klinkern Schießscharten zu formen. Alles nicht so ganz mein Fall, deshalb spare ich mir den Eintritt für den Dom, umlaufe die rumänischen Nippes-Verkäufer und esse lieber mit Panorama auf Stadt und Donau zu Mittag. Und natürlich ein paar Aprikosen, versteht sich ja von selber.
Der Radweg führt erst am Ufer vorbei und durch Auwälder, dann wird er oder was ich dafür halte schmaler und schmaler und endet schließlich an einem Tümpel mitten im Nirgendwo. Fluchend schiebe ich das Rad mit dem schweren Gepäck einen Hang hinauf zur nächsten Straße und finde dabei im Sandboden keinen hält für meine Füße. Ein Mann an der Bushaltestelle hat aber offenbar mein deutsches Fluchen gehört jedenfalls kommt er mir extra entgegen und hilft, ohne dass wir uns irgendwie verständigen können. Auch das ist typisch ungarisch.
Das nächste mal endet der Weg unvermittelt am Ufer. Nachdem ich mir ein Eis gegönnt und mit ein paar Franzosen geredet habe, wird klar: wir müssen die Fähre nehmen. Immerhin habe ich nun für die nächsten zehn Kilometer für Gesellschaft von Claude, der mit seiner Frau schon seit vier Monaten unterwegs ist und halb Europa mit dem Fahrrad bereist. Erst haben sie die iberische Halbinsel umrundet, dann die Loire hoch, die Donau wieder hinab bis Budapest, und als nächstes geht es über die Karpaten nach Polen und dann wieder runter ans Mittelmeer. Keine schlechte Tour, auch wenn Madame nicht den Eindruck macht, als würde sie ohne weiteres die Karpaten hoch stürmen. Aber Eindrücke können ja auch täuschen. Ich lerne aus der Begegnung jedenfalls, dass mein Französisch doch ganz vorzeigbar ist, immerhin reden wir recht lange, und dass ich nicht nur das Fahrrad, sondern auch mal die Mädchen reiten solle. Irgendwas in der Art gibt mir Claude jedenfalls zum Abschied mit, ist vielleicht gar nicht so schlimm, wenn ich doch mal nicht alles verstanden habe.
Das Tal wird nun immer enger, die Burg von Visegrad thront hoch oben am anderen Ufer, und ich nähere mich dem Donauknie. Hier macht der Fluss eine 90-Grad-Biegung im Mittelgebirge und fließt von nun an nicht mehr grob nach Osten, sondern erst mal nach Süden. Eine beeindruckende Landschaft, durch die sich der schon ziemlich breit gewordene Strom hier zwängen muss.
Ich stelle fest: die Städte, die einem groß vorab angekündigt werden, sind oft gar nicht so großartig, siehe Esztergom, Moson oder Krems. Dagegen entdeckt man manchmal auch Perlen, wenn man ungeplant durch Städte kommt, die man eigentlich gar nicht auf der Rechnung hatte. Was mir gestern schon mit Komárno so gegangen ist, wiederholt sich heute mit Vác. Eine lange Uferpromenade, Gassen mit Kopfsteinpflaster, Thermalbäder und insgesamt der melancholische Charme einer alten Stadt, deren beste Zeit vielleicht vorbei ist. So schön ist es hier, dass ich beinahe die letzte Fähre auf die Donauinsel Szentendrei Sziget verpasse.
Die schmiegt sich langgestreckt zwischen zwei Flussarme, liegt also quasi wie ein großer Meniskus im Donauknie. Hier ist viel Natur und kaum mehr jemand unterwegs, und ich fahre keine fünf Minuten mehr, da habe ich schon den perfekten Schlafplatz gefunden: eine freie Stelle mitten um Sonnenblumenfeld. Ich alter Romantiker aber auch wieder. Während ich das Zelt aufbaue, kann ich den Sonnenuntergang und dem Vollmond über den Sonnenblumen beobachten. Anschließend gebe ich dem Gaskocher noch eine Chance und koche sehr leckere Spinatnudeln. Nur die Moskitos nerven wieder arg, irgendwann muss ich mir zum Schutz von Ohren und Nacken das gemusterte Geschirrtuch unter das Band der Kopflampe klemmen. Wenn mich jetzt der Bauer erwischt, kann ich wenigstens so tun, als spräche ich nur Arabisch. Braun genug bin ich mittlerweile ja.
Es geht aber alles glatt, der Gaskocher produziert nur wenige Verpuffungen, die Nudeln schmecken wunderbar, kein Sonnenblumenbauer stört seinen morgenländischen Gast, und bald liege ich im Schlafsack und lausche den Grillen, die in den Sonnenblumen sitzen und den Vollmond anzirpen.

Ungarische Tänze

Der Wecker klingelt früh. Verdammt früh. Warum habe ich heute Nacht so schlecht geschlafen? Ich weiß es nicht. Aber weil ich ja nicht unterwegs bin, um mich zu quälen, döse ich einfach noch ein bisschen weiter. Was gar nicht so leicht ist, denn auf der nahen Eisenbahnstrecke fährt nun ein Güterzug nach dem anderen, und jeder weckt mich wieder auf. Wirklich hübsch ist diese Ecke der Slowakei sowieso nicht, eher die Sorte Natur, die in absehbarer Zeit für ein Gewerbegebiet in Hauptstadtnähe plattgemacht werden könnte, ohne dass es jemand bedauern könnte. Mit Sicherheit nicht der schönste Schlafplatz meiner Reise, da sollte ich mich heute Abend wohl mal wieder etwas mehr anstrengen.

Also schäle ich mich aus dem längst zu warm gewordenen Zelt und packe seufzend meinen Schlafsack zusammen. Mein Tablett wollte gerade „duftend“ statt „seufzend“ schreiben, aber ich dufte im Moment sicherlich nicht, jedenfalls nicht im positiven Sinne. Wenigstens keine streunenden Hunde mehr, und an die Güterzüge gewöhnt man sich auch überraschend schnell. Ein kleines Frühstück ist noch drin, und dann sollte ich auch weiterfahren. Als ich losfahre und, die slowakische Beschilderung verfluchend, meinen Radweg wieder suche, ist es nämlich schon ganz ordentlich heiß, und es wird noch heißer.

Es geht zuerst einen Nebenarm der Donau entlang, dann durch kleine Dörfer, und schnell habe ich die ungarische Grenze erreicht. Heißa, da bin ich, und werde ja vermutlich die nächste Woche komplett in diesem Land verbringen. Nur mein armes Hirn, das ich gerade erst von ‚Grüß Gott‘ auf ‚Dobry dėn‘ umgepolt hatte, muss sich schon wieder auf eine neue Sprache einrichten…

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In Rajka verfahre ich mich schon wieder, und dann auch erst mal in jedem weiteren Ort. Ein Fluch! Zwischen den Orten ist der Radweg aber sehr gut, es geht über Felder mit den unterschiedlichsten Dingen, die man hier so anbauen kann. Von daher können auch die vielen Sackgassen und falschen Abzweigungen, trotz mieser Beschilderung, meine Laune kaum trüben. Es ist sonnig, mir gehts gut, ich komme voran, bin schon in Ungarn, und jetzt Schluss mit dem Gemecker.

In Mosonmagyaróvár besichtigte ich die Burg, die nette kleine Fußgängerzone und überstehe dabei den ersten Test schon mal ganz gut: einkaufen auf ungarisch. Nur die hohen Zahlen auf den Preisschildern sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Zum Abschluss finde ich in der Tourist-Information sogar noch eine gute kostenlose Wegkarte mit ungefähr allen Fahrradwegen Ungarns, also weiter. Die eigentliche Donau habe ich übrigens schon seit Stunden nicht mehr zu Gesicht bekommen, dafür aber nun die Leitha (für die Historiker: ich bin damit nun endgültig in Cisleithanien, der ungarischen Reichshälfte der k.u.k. Monarchie) und den Seitenarm der Mosoni Duna. Es ist immer noch ordentlich heiß, wenn auch nicht mehr so sonnig – die 37 Grad, die das Thermometer auf dem Marktplatz von Moson angezeigt hat, will ich aber doch nicht so recht glauben.

A propos Tourist-Information: es sind offenbar tatsächlich einige Touristen hier. Die kommen aber nicht wegen der Burg, des Marktplatzes oder der hübschen Gässchen nach Mosonmagyaróvár, sondern um sich im Nachbarland billig das Gebiss richten zu lassen. Darauf deuten jedenfalls die zahlreichen Schilder hin, die für Zahn-Implantate und Kieferorthopädie werben. Ungarn dürften sich von „Zahnarzt-Management und Praxisführung“ jedenfalls weniger angesprochen fühlen. Ein gewisses Wohlstandsgefälle scheint also vorhanden zu sein, und offenbar kommen hier regelmäßig Österreicher vorbei, die sich für wenig Geld die Beißer feilen lassen wollen. Fünf Zahnärzte in einer kleinen Straße? Klar doch!

Irgendwann beginne ich mit der Schlafplatzsuche, biege nach rechts auf den Dammweg ab und stelle fest, dass hinter dem Damm gar nicht gleich der Fluss fließt. Ein paar Kilometer weiter das selbe Spiel. Irgendwann finde ich ihn doch, den Fluss, aber das bedeutet hier offenbar noch nicht gleich einen guten Schlafplatz. Im Gegenteil, die Mücken knabbern jedes mal gleich an mir, wenn ich anhalte. Störche gibt es hier, das hat mich erst noch gefreut, aber dann begreife ich: Störche fressen Frösche, Frösche fressen Mücken, Mücken gibt es hier im Übermaß. Und Mücken fressen mich. Brrr.

Irgendwann finde ich doch einen kleinen Holz-Unterstand, der als Schlafplatz perfekt gewesen wäre. Aber ich bin ja anspruchsvoll, will mich heute unbedingt noch waschen. Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, heute noch bis Györ zu kommen. Aber plötzlich erreiche ich schon den Stadtpark. Was ein Glück, denn wäre ich nicht doch aus Versehen bis Györ gefahren, hätte ich dort nicht Pėter und Ákos getroffen, die gerade im Park herum lungerten und mein überpacktes Fahrrad bestaunten. Und dann wäre ich nie mit ihren Kumpels am „beach“ an der Mosoni Duna abgehangen, wo Reggae über Handylautsprecher und billiges Bier eine nette Spätnachmittagsunterhaltung abgaben. Vermutlich wäre ich nie mit ihnen ins Csillag gegangen, das die am coolsten eingerichtete Kneipe der Welt ist. Und da nicht von einem Haufen betrunkener ungarischer Hühner angebaggert worden, deretwegen Pėter und ich zu später Stunde noch im Subway enorm schlechten ungarischen HipHop hören konnten. Live. Mit begeistertem Publikum und den bösesten (weil konsonantenhaltigsten) Battles aller Zeiten.

Was hätte ich nur verpasst, wenn ich nicht so anspruchsvoll mit meinen Schlafplätzen wäre!